Im August wurde im Saarland ein Polizeibeamter im Einsatz getötet. Bei der Festnahme eines Tatverdächtigem nach einem Überfall auf eine Tankstelle kam es zu einem Handgemenge. Dabei gelang es dem Täter eine Dienstwaffe in seine Gewalt zu bekommen und mehrere Schüsse abzugeben. Ein 34jähriger Polizeibeamter wurde tödlich verletzt.
Dieses Ereignis zeigt wieder einmal, wie wichtig für Waffenträger das Thema Waffensicherung und Waffenschutz ist. Der NJJV hat anlassbezogen kurzfristig wieder eine Fortbildung zu diesem Thema angeboten.
Werner Thole, Direktor Behörden im NJJV, begrüßte die Teilnehmenden, überwiegend Trainer in ihren Organisationen, und den Referenten Nils Wiedbrauk im Dojo der Zentralen Polizeidirektion.
Nils stellte kurz sein Trainingsprogramm vor. Aktiver und passiver Waffenschutz waren die ersten Themen. Beim passiven Waffenschutz befinden sich die Waffen / Ausrüstungsgegenstände noch am Einsatzgürtel. Sicherung mit beiden Händen, Gewichtsverlagerung nach unten, Rotation zur Waffenseite, Distanz schaffen, Raumsicherung waren die zentralen Punkte. Engagiert waren die Teilnehmenden dabei. Weiter ging es mit dem aktiven Waffenschutz. Die Waffe befindet sich jetzt in der Hand. Für die aufmerksame Sicherungshaltung wurde eine modifizierte Form der SUL Position vorgestellt, die einen besseren Schutz vor unberechtigten Zugriffen bietet. Danach erfolgte die Abwehr von Zugriffen auf die Waffe in der entschlossenen Schießhaltung. Auch die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit der Schusswaffe mit „Tap and Rack“ wurde behandelt. Nach dem Grundlagentraining erfolgte eine Intensivierung in Drillform, in Reihen- und Kreistraining.
Take Down Techniken mit der Waffe in der Hand bildeten den nächsten Trainingsschwerpunkt. Auch hier erfolgte ein intensives Training unter körperlicher Belastung. Die abschließenden Szenarientrainings forderten dann alle noch einmal.
In der Seminarrückmeldung wurde das Konzept als sehr praxisnah bewertet und die motivierende Lehrgangsdurchführung gelobt.





