Peter Schneider (li.) und Anja Sell (re.)

Kontaktsport in größeren Gruppen ist während Corona zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Das bewies die Ju-Jutsu-Abteilung des TuS Bothel mit einem Jubiläumslehrgang anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens Mitte Oktober 2020. Unter strengen Corona- und Hygienevorschriften konnten sich 37 Aktive auf 240 Quadratmetern Mattenfläche über den vierstündigen Bundeslehrgang freuen, der nach langer Pause zu den ersten Lehrgängen in dieser Region gehört, die wieder stattfinden durften.

Zu diesem besonderen Ereignis konnte Peter Schneider, 9. Dan Jiu-Jitsu und 1. Dan Ju-Jutsu aus Schleswig-Holstein als Referent gewonnen werden. Unter dem Motto „Hebel, Knebel, Heiterkeit“ ging es im ersten Teil um Spezialtechniken des Referenten, die durch leichte Handgriffe über Hebeltechniken die maximale Wirkung beim Gegner erzielten. Nach einer kurzen Pause kam es im zweiten Teil zur Waffenabwehr. Hier speziell die Abwehr von Messer- und Pistolenangriffen. Der Referent gab dazu eine kurze theoretische Einweisung zu den Waffen und erklärte die Gefährlichkeit beim realistischen Einsatz der Waffen.
„Alle Teilnehmer*innen folgten den Ausführungen des hochgraduierten Referenten und setzten die Techniken konzentriert um“, so Frank Samland, Veranstalter und Trainer des Ju-Jutsu Vereins Bothel. Alle Ju-Jutsuka hatten eine Menge Spaß mit dem sympathischen Referenten, der seine Techniken gerne mit ein paar spaßigen Kommentaren begleitete.

Bereits vor dem Lehrgang gab es die Möglichkeit, Prüfungen im Jiu-Jitsu abzulegen. Die Prüfungskommission bestand aus Peter Schneider und Jörg Tohoff (1. Dan Jiu-Jitsu). Der Prüfung zum 1. Kyu (Braungurt) stellten sich Ramona Samland (4. Dan Ju-Jutsu) und Werner Thole (7. Dan Ju-Jutsu), die die Herausforderung mit sehr guten Leistungen absolvierten und ab sofort in der Vorbereitung auf die Prüfung zum 1. Dan Jiu-Jitsu stehen.

Gleich zu Beginn des Lehrgangs kam es noch zu einer großen Überraschung, denn sowohl der Vorstand des TuS Bothel als auch der Vorstand des Niedersächsischen Ju-Jutsu Verbands (NJJV) waren vor Ort.
Jens Heitmann (1. Vorsitzender des TuS Bothel) begann mit einleitenden Begrüßungsworten und gratulierte der Abteilung zum Jubiläum. Er übergab dann das Wort an den Präsidenten des NJJV, Hans Radke. Dieser rief völlig überraschend Frank Samland und Jörg Tohoff (SG Unterstedt) zu sich und erläuterte deren sportlichen Werdegang. Beide wurden schließlich mit der Verleihung des 6. Dan-Grades geehrt und mussten nun den schwarzen Gürtel (5. Dan) ablegen, um ab sofort den rot-weißen Gürtel zu tragen (es wurde bereits gesondert darüber berichtet).

Zum Abschluss bedankte sich Frank Samland bei allen Beteiligten für die gute und sichere Umsetzung des Lehrgangs: „Es ist so, dass wir bisher sehr großes Glück hatten, dass die Lehrgänge, die durch uns besucht wurden und jetzt auch geplant waren, im März gerade noch besucht werden konnten und jetzt wieder, natürlich mit sehr starken Einschränkungen, stattfinden konnten“. Für dieses Jahr seien sehr viele Lehrgänge bereits schon wieder abgesagt worden, aber er hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder besser werden wird.

Besondere erwähnt werden muss an dieser Stelle jedoch noch, dass Dieter Siewers als Gründer der JJ-Abteilung im TuS Bothel als Gratulant anwesend war. Der zwischenzeitlich 80 Jährige war überaus erfreut über die Ehrung seiner beiden Sportler Frank Samland und Jörg Tohoff und er hofft sehr, dass der Sportbetrieb nach dem Ende der Corona-Einschränkungen möglichst zeitnah wieder aufgenommen werden kann.

 

Medienteam NJJV

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