Mit diesen spannenden Themen „ Ju-Jutsu Techniken geschickt kombiniert“ und „Verteidigung aus der Bodenlagen gegen einen stehenden Angreifer“ hatten die beiden Referenten Uwe Nettlau, 6. Dan und Stefan Matthießen, 5. Dan insgesamt 53 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Niedersachen und sogar aus Nordrhein- Westfahlen nach Süpplingen bei Helmstedt gelockt.

Die Erwartungen bei den Ju-Jutsuka -davon allein 25 Danträger- waren hoch und um es gleich vorweg zu nehmen, die Erwartungen wurden weit übertroffen. Zu fetziger Musik wärmte Stefan Matthießen die Anwesenden mit witzigen Tierbewegungen, sogenannten Animal Moves, auf. Laufen wie Gorillas, Pinguine oder Fortbewegungsarten der Krabben und Seehunde sowie der Balztanz der brasilianischen Ballonbären forderte die alle gleich zu Beginn heraus.

Im ersten Teil ging Uwe Nettlau darauf ein, dass sich schlagende Arme unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch hebeln lassen können. Die erforderlichen Bewegungsformen, der eigene Winkel zum Angreifer sowie die Folgetechniken nach der Verteidigung hängen jedoch massiv davon ab. Jedoch einen Fauststoß direkt zu „fangen“ und in einen Armbeugehebel umleiten zu können, hielt das gut aufeinander eingespielte Referentenduo für unsinnig. An dem Angriff Rückhandschlag bauten die beiden Referenten einige gute Technikkombinationen methodisch auf und ließen diese immer wieder trainieren. Uwe Nettlau erläuterte zudem die Möglichkeiten, gewisse Nervenpunkte bei bestimmten Techniken als „Verstärker“ zu nutzen, um schneller die Kontrolle über den Angreifer erlangen zu können.

Im zweiten Teil stellte Stefan Matthießen die Herausforderungen der Verteidigung aus der Bodenlage in den Mittelpunkt. Er demonstrierte u. a. einige technische Möglichkeiten gegen einen Angreifer, der direkt über dem liegenden Verteidiger steht. Mit einem sogenannten „Sickle Sweep“ wird das Bein des stehenden Angreifers weggesichelt und dieser durch Zug und Druck zu Fall gebracht. Im weiteren Verlauf wurden auch Bodentechniken aus dem Dan-Programm mit eingebaut. Beispielsweise verschiedene Verteidigungsmöglichkeiten, wenn das eigene Fallen nicht mehr verhindert werden kann bzw. der Verteidiger durch einen Wurf zu Fall gebracht wurde. Auch auf die Schwerpunkte der beiden Klassiker „Beinhebel“ und „Schulterbeinzug“ wurden eingegangen.

Nach einem kleinen Cool-Down-Spielchen am Boden und einem Massagekreis (alle massieren sich gegenseitig im Stehen die obere Rückenmuskulatur) entließen die beiden Referenten unter großem Applaus die erschöpften, aber sichtlich zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den wohlverdienten Lehrgangsfeierabend.

 

Medienteam NJJV

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