Der Direktor Prüfungswesen des NJJV, Uwe Nettlau und der Prüfungsreferent des Bezirksfachverbandes Lüneburg, Sven Brokmöller hatten zu einem Lehrgang nach Todtglüsingen bei Tostedt eingeladen. Der angebotene Prüferlizenzlehrgang ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Lizenz, so dass die Mindestteilnehmerzahl von 10 locker überschritten wurde.

Der Lehrgang begann jedoch zunächst mit einer Entschuldigung des Vorsitzenden des BFV Lüneburg, Wolfgang Kroll, denn es war auf der Ausschreibung nicht korrigiert worden, dass Uwe Nettlau zwischenzeitlich Träger des 6. DAN JJ ist. An dem trüben Novembersamstag kamen nicht nur Prüfer aus dem Bezirk Lüneburg, sondern aus ganz Niedersachsen in den Heideort.

Prüfer werden und Prüfer sein hat grundsätzlich auch etwas mit Erfahrung, Trainertätigkeit und ständigem Einsatz als Prüfer zu tun. So war natürlich auch klar, dass die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs in erster Linie DAN-Träger bis hoch zum 7. DAN waren. Alle waren natürlich sehr interessiert und konnten aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz berichten. Vorgegebene Lehrgangsthemen wurden hier selbstverständlich kontrovers diskutiert und analysiert. Keine Frage: Bei einer konstruktiven Kritik kommt man letztendlich zu einem gemeinsamen Ergebnis. Vier Stunden Lehrgang mit einem einstündigen Theorieteil, vielen Erklärungen, Anregungen und einem praktischen Teil, der alle Ju-Jutsuka mit Begeisterung üben ließ. Wer Uwe Nettlau kennt, weiß inzwischen auch, dass er in seinem Element ist, wenn er über die Auslegungen, Merkwürdigkeiten und Grenzen der Prüfungsordnung referiert. Da wären zum Beispiel die Kinderprüfungen zur Prüfung auf 6/1 und 6/2. Hier werden Prüfungsfächer zusammengefasst – man muss es nur wissen! Oft sieht man in der laufenden Prüfung im Fach HEBEL, dass Hebelketten gezeigt werden. Nein, die Prüfungsordnung sieht einzelne Techniken vor. Was ist mit dem Übergang vom Stand zum Boden – gibt es hier spezielle Techniken, die zugelassen oder auch nicht anerkannt werden? Wie wird der Stock eingesetzt? Einmal abnehmen und dann fortlaufend einsetzen oder vielleicht doch jedes Mal neu abnehmen? Wie ist es mit dem Prüfungspartner bei Seniorenprüfungen ab 45 Jahren oder bei Prüfungen mit Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen? Muss der Prüfungspartner auch zwingend Prüfungsteilnehmer sein oder kann davon abgewichen werden? Viele Fragen, aber die Referenten verstanden es, die Fragen zur Zufriedenheit zu beantworten.

Im praktischen Teil konnten sich alle auch etwas von ihrer „sadistischen“ Seite zeigen, denn es sollten Nervendrucktechniken ausprobiert und praktisch vollzogen werden. Die schmerzverzehrten Gesichter des Uke zeigten jeweils an, dass die Technik mal wieder geklappt hat. Es tat nicht nur weh, es hat auch viel Spaß gemacht. Natürlich wurde auf dem Lehrgang übermäßig viel gelacht. Eine wichtige Voraussetzung, um einen Lehrgang erfolgreich zu gestalten.

 

Medienteam NJJV

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 
Wir setzen - sehr sparsam - Cookies ein. Mit der Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutz Ok Ablehnen