Die Jugend des Nds. Ju-Jutsu Verband mit einem Landesjugendlehrgang zu Gast beim TKW Nienburg . Am 10.11.2018 fand zum Thema Bodentechniken ein spannender Jugendlehrgang mit neuen Einblicken in die Technikvielfalt im Kampfsport statt. Referent war Eduard Sailer, Grapling-Trainer vom Hochschulsport Hannover. Direkt bei der Begrüßung wurde von Eduard die Besonderheit des Lehrgangs erläutert: Grappling ist eine No-Gi-Sportart. Entsprechend wurden nach dem Aufwärmen mit Kräftigung und einigen vorbereitenden Übungen die Gi-Jacken direkt wieder ausgezogen und im T-Shirt weiter trainiert.

Die ersten technischen Übungen betrafen den Übergang Stand-Boden. Geübt wurden zwei Varianten des „Double-Leg-Takedown“, der gewisse Ähnlichkeiten mit der „Doppelhandsichel von vorne“ hat. Die Zweite davon war speziell geeignet, wenn der Gegner größer und schwerer als man selber ist. Nach und nach wurden dann auch die Übergänge in die Haltetechniken eingebaut. Hier zeigten sich die ersten technischen Unterschiede zwischen Gi und No-Gi. Besonders in der Kreuzposition wurden mit den anwesenden Trainerinnen und Trainern die Vor- und Nachteile verschiedener Details diskutiert. Besonders die Frage, ob beide oder nur ein Arm bei der Kreuzposition eingeklemmt werden sollten war beliebt. Dabei zeigte sich, dass bei No-Gi der freie Arm weniger nützlich für den gehaltenen ist als mit Gi. Nachdem die Basis gelegt wurde, ging es dann um Hebel in den Haltetechniken (im Grappling „Submissions“ genannt). In der Kreuzposition wurden zwei Armbeugehebel gezeigt und ein weiterer in der seitlichen Haltetechnik geübt. Anfangs für einige Pärchen noch etwas unverständlich kam Eduard bei jeder Zweiergruppe vorbei und verbesserte, sodass alle die Techniken richtig üben konnten. Zum Schluss wurde aus einer leicht abgewandelten Form der uns bekannten Reitposition der Übergang in den Seitstreckhebel geübt.

Natürlich durfte auch ein Bodenrandori beim Lehrgang nicht fehlen. Ohne Gi und Gürtel wurde das aber auch für die anwesenden Trainer bisweilen zu einer etwas ungewohnten Aufgabe die auch etwas mehr Konzentration abverlangte. Eine weitere Schwierigkeit stellte der Angriff gleich mehrerer Kinder und Jugendlicher pro Trainer da. Hier kamen sogar die erfahrensten Trainer ins Schwitzen. Trotz der drei Stunden ging der Lehrgang dann doch gefühlt schnell herum, wie einige Kinder nach dem Lehrgang feststellen mussten. Dabei haben sowohl die Teilnehmenden als auch der Referent viel Neues über die jeweils andere Sportart gelernt und hatten einen fröhlichen Vormittag.

 

Für die Jugend im NJJV – Medienteam NJJV

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