JuLeiCa-Ausbildung 2018 im NJJV

Vom 3. bis 7. Oktober waren 15 junge Menschen gemeinsam mit den Referenten Niklas Martin (Vizepräsident Jugend) und Sven Bullerdiek (Jugendreferent Bezirksfachverband Hannover) in Hannover unterwegs. Von kreativem Frühsport über Theorieeinheiten in der Jugendherberge Hannover bis hin zu einer Menge Spiel und Spaß in der Budo-Halle des Hochschulsports Hannover war alles mit dabei.

Der erste Tag begann für die Teilnehmenden mit einer großen Bandbreite an Kennenlern- und Kooperationsspielen, bei denen die lustige Grundstimmung für die folgenden Tage bereits vordefiniert wurde. Mit dabei waren Zeitungskloppe, akrobatische Begrüßungen und Improvisationstheater. Der Abend endete mit einer Einheit zur Gruppendynamik und dem Gruppenphasen (OMIDA – Prinzip).

Am zweiten Tag wurde morgens um 7:00 Uhr eine Laufeinheit um den nahegelegenen Maschsee gewagt. Während der Profi-Läufer unter den Teilnehmenden nur leicht aufgewärmt wieder ankam, war der Rest der Gruppe ordentlich durchgeschwitzt - aber hellwach. Nach dem ausgiebigen Frühstück wurden rechtliche Fragen der Jugendarbeit (Aufsichtspflicht, Jugendschutzgesetz, Haftung & Versicherung) behandelt. Nach dem Mittagessen gab es eine intensive Einheit rund ums Thema Prävention sexualisierter Gewalt, Kindeswohl und Kindesschutz mit spannenden Diskussionen über aktuelle Themen und Handlungsmöglichkeiten im Sport. Des Weiteren standen spaßige Rollenspiele zu "typischen" Trainingssituationen auf dem Plan. Außerdem wurde abends das Thema Aufsichtspflicht und das Jugendschutzgesetz direkt in der Praxis auf dem nahegelegenen Volksfest ohne Komplikationen geprobt.

Nach einer kurzen Nacht ging es direkt morgens mit einer Einheit kognitiven Frühsportes los. Bei vielen waren Konzentration und Koordination am Morgen noch nicht ganz ausgeprägt und die Spiele wurden dadurch umso amüsanter. Frisch im Kopf konnte der dritte Lehrgangstag unter dem Thema Sportpolitik und Öffentlichkeitsarbeit beginnen. In verschiedenen Einheiten wurden die Struktur des organisierten Sportes, die Partizipationsmöglichkeiten in Verein und (Sport-)Politik erarbeitet.
Das Thema Öffentlichkeitsarbeit verlangte von den jungen Engagierten einiges an Eigeninitiative. Die Aufgabe war es, sich im Bereich Social-Media zu präsentieren. Das Thema durfte dabei nahezu frei gewählt werden. In zwei selbstgegründeten Kleingruppen wurde ein "Bumerang", ein sich wiederholendes Kurzvideo, für Facebook und Instagram und ein Facebook Post gestaltet. Das Thema war "VEREINt gegen Rassismus" und setzt damit ein klares Zeichen.
Den Abschluss des Tages bildete eine extrem amüsante Einheit zum Thema Geschlechterrollen. In einer Face-to-face Konfrontation wurden zuvor gesammelte Stereotypen dem anderen Geschlecht an den Kopf geworfen. Dies führte zu teils hitzigen, aber ausnahmslos lustigen Diskussionen. Mehrere Teilnehmende klagten nach der Einheit über Seitenstiche. Grund: durch das viele Lachen.

Nach einer beruhigenden Nacht stand am folgenden Tag der große Sporttag in der Budo-Halle des Hochschulsports Hannover an. Beim Frühstück wurden Lunchpakete geschmiert und dann ging es mit der Straßenbahn einmal durch Hannover. Auf der Fahrt zum Kröpcke (Stadtmitte) fiel den Teilnehmenden auf einmal auf, dass eine Person fehlte. Die Panik war groß und es wurde nach Lösungen gesucht. Was für ein Glück, dass sich beim Aussteigen herausstellte, dass die Teilnehmerin von den Referenten den Auftrag bekam, in einen anderen Wagen einzusteigen. Lernerfolg: Man sollte immer eine Reiseleitung haben, die den Überblick behält. In der Halle angekommen, stand die Einheit "Ju-Jutsu und Musik" auf dem Plan. Dabei wurden Klassiker wie Tabata, Liegestütze zu "Flower" (Moby) und motivierende Hintergrundmusik ausgepackt. Die vielleicht exotischste Variante waren getanzte Doppelschrittdrehungen und Gleiten seitwärts zu einer Wiener Walzer-Interpretation vom Pirates of the Carribean-Theme. Nachdem die Schritte funktionierten, erfreute sich dies großer Begeisterung. Der zweite Teil des Tages wurde von den Teilnehmenden gestaltet. Jeder hatte die Aufgabe, als kleine Lehrprobe ein kleines Spiel mit dem Rest der Gruppe zu spielen. Dazu gab es im Anschluss ein Einzelfeedback zum Auftreten vor der Gruppe. Nach einer kurzen Einheit Notwehr/Nothilfe wurde ein Ausflug in die Erlebnispädagogik gemacht und die Hallennutzung mit einem Ewigkeits-Randori abgerundet. Im Seminarraum wurde dann der Tagesabschluss mit einer Einheit zur Entspannung im Sport beendet. Danach folgte die Gerichtsverhandlung zur Auflösung des "Mörder-Spiel", das die Freizeit begleitete. Die beiden Angeklagten wurden von Richter Bullerdiek wegen 15-fachen Mordes in einer humoristischen Verhandlung zum Tischdienst am nächsten Morgen verurteilt. Staatsanwalt Martin wurde wegen Beweismittelfälschung verwarnt. Mit dem Gefühl der Gerechtigkeit konnte damit beruhigt zu Bett gegangen werden. Der letzte Lehrgangstag begann mit einer gemütlichen Frühsporteinheit und Zimmer räumen. Auf dem Programm standen die letzten Theorie-Einheiten und eine Feedback Runde für die Referenten. Der Vormittag startete mit einem "World-Café", einer offenen Diskussionsrunde zu verschiedenen Themen im Bereich "Jugendarbeit der Zukunft“. Diese Einheit brachte sehr spannende und ergiebige Diskussionen, deren Ergebnisse auch auf die Jugendarbeit im NJJV Einfluss haben wird.
Nach dem Essen war die Einheit "Führungsstile" mit dabei. Die Gruppe wurde dazu in drei Kleingruppen geteilt und bekam je ein Bastelset aus Klebestift, Tonpapier, Tesafilm, einem Lineal und zwei Scheren. Damit sollte jede Gruppe eine möglichst stabile Brücke innerhalb von 30 Minuten bauen. Eine Gruppe wurde von Niklas begleitet und zwei von Sven. Was zu dem Zeitpunkt keiner ahnte: es ging nicht um die Brücke selber, sondern um die Gruppenleitung der Referenten. Die überraschende Einheit erfreute sich großer Beliebtheit und am Ende konnte sich jede und jeder vorstellen, was sich hinter der grauen Theorie praktisch verbirgt.

Zu guter Letzt wurden eine offene und eine geheime Feedbackrunde gemacht, bei der die Referenten und die Gruppe gleichermaßen viel Lob bekamen. Damit gingen fünf fröhliche, spannende und lehrreiche Tage zu Ende.

 

Medienteam NJJV

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