Am 25.03.2017 nahmen trotz der frühlingshaften Temperaturen 77 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Niedersachsen am Landeslehrgang „Ju-Jutsu vs. Krav Maga“ in Wolfsburg teil.

Nach einem knackigen Aufwärmprogramm mit verschiedenen Varianten des „Touching- Games“ stellte Referent Stefan Matthießen (4. Dan Ju-Jutsu und Full Instructor des Deutschen Krav Maga Verbandes) die geschichtliche Entwicklung des Krav Maga vor. Er verdeutlichte die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten von Ju-Jutsu als Sportart zur Selbstverteidigung und Krav Maga als Selbstverteidigungssystem.

Danach ging es zum praktischen Teil: Stefan Matthießen stellte einfache Abwehrtechniken kombiniert mit Schlag- und Knietechniken gegen Angriffe wie z.B. Schwinger, Aufwärtshaken oder Würgetechniken vor.

Krav Maga beruht darauf, die natürlichen Schutzreflexe für eine Abwehr zu nutzen und dann im sofortigen Gegenzug den Angreifer selbst zu attackieren. Dieses erfolgt in Kombination mit mehrfachen Schlägen und/oder Knie- und Tritttechniken. Es kommt dabei nicht zwingend auf eine korrekte technische Durchführung an, sondern auf eine einfache, jedoch aggressive und effektive Verteidigungshandlung. Eine besondere Herausforderung gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als diese die verschiedenen Angriffe mit einem Partner auf dem Rücken durchführen mussten. Diese Übungsform simulierte ungünstige Umstände bei einer Verteidigungshandlung.

Nach einer kurzen Pause stellte der Referent im zweiten Teil des Lehrgangs den Zweck und die Prinzipien des Prüfungsfachs 15 „Freie Selbstverteidigung“ vor. Auch hier kommt es auf eine angemessene und effektive Verteidigung mit Ju-Jutsu-Techniken nach Wahl des Prüflings an. Eine Darstellung des Prüfungsfachs in der Duo-Form ist nicht gewünscht, obwohl es sich um den Angriffskatalog aus dem Duo handelt. Jeder Prüfling sollte vielmehr „sein“ Ju-Jutsu nutzen und so die Angriffe erfolgreich abwehren. Der eine hat Stärken im Atemibereich, ein anderer wiederum kommt aus dem Judo und kann in verschiedenen Situationen gut werfen.

Das taktische Verhalten bei zwei Angreifern wurde bei verschiedenen Angriffen trainiert. Ziel war es hier, aus einer „schlechten“ Position für den Verteidiger in eine „gute“ Position zu gelangen. In diesem Fall sollte der Verteidiger immer einen Angreifer zwischen sich und dem anderen Angreifer bringen. Die Herausforderung an die Übenden war sehr hoch. Es galt, die Prinzipien der Techniken, die Eigensicherung und auch die Verhältnismäßigkeit zu berücksichtigen und sich dann dabei noch gegen zwei Angreifer zu behaupten.

Nach einem kleinen „Cool Down“ mit einer Rückenmassage für alle Anwesenden konnte der Lehrgang verletzungsfrei und unter großem Applaus beendet werden. Der Wunsch nach einer Wiederholung des Lehrgangs wurde unmittelbar geäußert.

Medienteam NJJV

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