Berichte 2025

Am 13. September fand im TSV Winsen/Luhe ein Bundeslehrgang des Deutschen Ju-Jutsu Verbands statt. Referent Lars Müller, 6. Dan Ju-Jutsu und Vizepräsident Breitensport im DJJV, führte die etwa 40 Teilnehmenden durch ein abwechslungsreiches und praxisnahes Trainingsprogramm.
Schon beim Aufwärmen zeigte sich, dass vermeintlich einfache Kombinationen großes Potenzial bergen: Mit den Abfolgen „Hand-Fuß-Fuß-Hand“ und „Hand-Hand-Fuß-Fuß“ begann der Einstieg, der Schritt für Schritt erweitert wurde. So entstand aus einer simplen Kombination ein komplexer Bewegungsablauf, der vom Kipphandhebel über den verriegelten Armbeugehebel bis hin zum Schulterdrehgriff führte.
Besonderes Augenmerk legte Müller auf den intuitiven Charakter des Ju-Jutsu. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, eigene Hebeltechniken auszuprobieren und spielerisch zu variieren. Ein zentrales Element war dabei die von Müller vorgestellte Trainingsmethode „Ballmaschine“: Während ein Partner immer wieder gerade Fauststöße ausführte, reagierte der andere mit Abwehrbewegungen. Mit zunehmender Routine ging diese Reaktion „in Fleisch und Blut“ über und konnte durch gezielte Techniken wie Ellenbogenstöße oder Hebel wirkungsvoll erweitert werden.
Nach vier intensiven Trainingsstunden zeigte sich ein durchweg positives Bild: Applaus für die klar strukturierten Techniken, zufriedene Gesichter und die Gewissheit, das eigene Repertoire an Bewegungen erweitert zu haben. Viele Teilnehmende nahmen neben neuen technischen Impulsen vor allem eins mit nach Hause: die Freude am Entdecken der intuitiven Seite des Ju-Jutsu.