Berichte 2025

Bereits zur Eröffnung des Landesseminars herrschte gespannte Vorfreude unter den über 50 Teilnehmenden. Doch bevor die ersten Trainingseinheiten starteten, wartete eine besondere Ehrung: Uwe Nettlau wurde mit dem 7. Dan Ju-Jutsu ausgezeichnet.
Die Laudatio hielt Niklas Martin, VP-Finanzen und langjähriger Weggefährte, der in bewegenden Worten Uwes beständiges Engagement für den Sport und den Verband hervorhob. Dass die Ehrung im Rahmen der Seminareröffnung stattfand, hatte eine symbolische Bedeutung: Schließlich geht die Idee zum Landesseminar ursprünglich auf Uwe selbst zurück. So fügte sich die Verleihung des 7. Dans zu einem Moment, der sowohl die Vergangenheit würdigte als auch in die Zukunft weist.

Ein Weg voller Verantwortung und Leidenschaft

Uwe Nettlau fand seinen Einstieg in die Ju-Jutsu-Familie Mitte der 1990er-Jahre in Sachsen-Anhalt. 1998 führte ihn sein Lebensweg nach Helmstedt – und mit ihm die feste Entscheidung, dem Sport treu zu bleiben. Schon ab 2001 übernahm er Verantwortung im NJJV und prägte seitdem über zwei Jahrzehnte lang die Arbeit des Verbandes. Sein Wirken war dabei immer vielseitig. Als Beauftragter für das DJJV-Sportabzeichen, als Lehr- und Prüfreferent im Bezirk Braunschweig, als Direktor Prüfungswesen und schließlich als Vizepräsident Breitensport hat er über viele Jahre hinweg Projekte initiiert, Wissen transportiert und Strukturen gestaltet.

Lehrer, Prüfer und geschätzter Referent

Besonders eindrucksvoll ist Uwes Rolle auf der Matte. Mehr als zweihundert Lehrgänge hat er inzwischen als Referent auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene geleitet. Vereine laden ihn nicht nur gerne ein, sondern wünschen ihn ausdrücklich, was zeigt, welch hohes Ansehen er sich erarbeitet hat. Auch in anderen Landesverbänden ist er geschätzt, sei es als Referent in Sachsen-Anhalt oder bei Seminaren in Brandenburg. Als Prüfer begleitet er regelmäßig Sportler*innen vom 5. Kyu bis hin zum 5. Dan und genießt dank seiner Kompetenz wie auch seiner ruhigen und fördernden Art hohes Vertrauen.
Seine Arbeit ist geprägt von Selbstkritik und dem Anspruch, sich stetig weiterzuentwickeln. Mit der Trainer-A-Lizenz Breitensport, dem DOSB-Ausbilderzertifikat und der Bundesprüferlizenz Ju-Jutsu hat er sich ein breites Fundament geschaffen. Auch in seinen Vereinen zeigte dies Wirkung: Zahlreiche Dan-Träger*innen sowie erfolgreiche Wettkämpfer*innen haben ihre Grundlagen durch ihn gelegt.

Gestalter im Verband

Nach der Verleihung des 6. Dans im Jahr 2018 blieb Uwe keineswegs stehen. Jahr für Jahr leitete er zwischen fünf und zehn Lehrgänge, arbeitete aktiv in den Technischen Arbeitstagungen des DJJV mit und brachte wichtige Impulse aus Niedersachsen in die Bundesgremien ein. In seiner Funktion als Direktor Prüfungswesen stellte er sicher, dass zentrale Ergebnisse aus dem Bundesverband in den Landesverband getragen wurden und umgekehrt die Interessen des NJJVs Gehör fanden. Seit 2022 trägt er als Vizepräsident Breitensport zusätzlich Verantwortung für die strategische Ausrichtung des Verbandes. Dabei ist er nicht nur eine verlässliche Größe im Präsidium, sondern auch ein ruhender Pol, dessen harmonische Art das Miteinander entscheidend bereichert.

Ein würdiger 7. Dan

Die Ehrungskommission des NJJVs unterstützte den Antrag auf den 7. Dan mit Nachdruck. Uwe Nettlau sei eine Konstante im Vorstand, hieß es, mit einem unglaublichen Reichtum an Erfahrung und Hintergrundwissen. Gleichzeitig sei er ein Mensch, der Nachwuchs auf allen Ebenen fördert und sich selbst stets bescheiden im Hintergrund hält.
Mit dem 7. Dan Ju-Jutsu wurde nicht nur seine persönliche Entwicklung gewürdigt, sondern vor allem ein Lebensweg, der durch beständige Arbeit, Verantwortung und Leidenschaft geprägt ist. Uwe Nettlau steht für die Verbindung von Fachwissen, Engagement und Menschlichkeit – Eigenschaften, die den NJJV in den letzten zwei Jahrzehnten entscheidend geprägt haben. Seine Ehrung ist damit auch ein Signal an alle, die dem Sport verbunden sind: dass Beständigkeit, Bescheidenheit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, den größten Unterschied machen.