Um einmal ein anderes Lehrgangsformat auszuprobieren, veranstaltete der Bezirksfachverband Weser-Ems am 20. Juni in Damme sein Bezirksseminar 2026. In einem straffen Zeitrahmen stellten vier Referenten, in kompakter Form, Trainingsformen und Techniken ihrer Wahl vor.
Nach dem Angrüßen begann Lars Demming, 2. Dan Ju-Jutsu und Jugendreferent des Bezirks, mit einem Aufwärmtraining in Form von Kampfsportspielen für Jung und Alt und Klein und Groß. Spielerisch und mit viel Bewegung wurden die Teilnehmenden „auf Temperatur“ gebracht.
Nach Lars folgte Werner Thole, 8. Dan Ju-Jutsu, mit 1. runde und fließende Bewegungsabläufe für SV und 2. Bewegungslehre und Nothilfe. Bewegung und Übersicht in Kombination mit Technik war angesagt. Also kein Stand-Ju-Jutsu. Die Bewegungsabläufe wurden dann im 2. Teil verknüpft mit praktikablen Nothilfetechniken.
Als dritter Referent des Lehrgangs betrat, in Vertretung für Philipp Keil, Tim Stephanblome, Braungurt im BJJ, Luta Livre und 1. Dan Karate, die Matte. Seine Thematik war Eingang, Ausführung und Wirkung von Beinhebeln, beim BJJ Leg Locks genannt. Beim Leg Lock werden Gelenke (wie Knie, Knöchel oder Hüfte) des Gegners überstreckt oder verdreht, um ihn zur Aufgabe zu zwingen.
Mit Techniken aus dem Kyusho beendete Norbert Töbermann, 6. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Kyusho-Jitsu und Bezirksprüfungsreferent, den Lehrgang. Sein Thema war Wirkung und Systematik von Nervendruck- und Schlagtechniken. Da die Wirkung von Nervendruckpunkten von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist, legte Norbert besonderes Augenmerk auf das Lokalisieren der Punkte und die Richtung des ausgeübten Drucks.
Nach vier Stunden intensiven Trainierens und Thematiken aus vielen unterschiedlichen Bereichen unseres Ju-Jutsu endete der Lehrgang für die anwesenden 22 Ju-Jutsuka. Viel Beifall gab es für die Referenten und das Ausrichterteam des OSC Damme unter Klaus Lampe und Volker Wördemann.
















