Referent Frank Burczinski (schwarzer Gi) erklärt eine Technik in der Bodenlage

Die Ju Jutsu- Abteilung der TSG Königslutter feierte am 21.10.2017 ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Landeslehrgang für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Eingeladen wurde der Referent Frank Burczynski aus Berlin. Für den Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein bekannter Name, war er doch schon des Öfteren in der Region unterwegs und hat sich unter den Ju Jutsuka einen Namen gemacht, was durch die Teilnahme von 88 Sportlerinnen und Sportler aus verschiedensten Vereinen bestätigt wurde.

Die JJ- Abteilung sorgte für einen entsprechenden Rahmen, richtete die große Sporthalle (Jürgen-Gerke-Halle) mit ca. 300 qm Mattenfläche her und sorgte für die leibliche Pausenversorgung.

Der Referent hatte zum Auftakt von 11.00 bis 12.30 Uhr eine aufgeweckte und neugierige Kinder- und Jugendgruppe im Alter von acht – 14 Jahren vor sich. War es doch für den ein oder anderen Ju Jutsuka der erste Lehrgang oder die erste Unterrichtseinheit außerhalb des eigenen Vereinstrainings überhaupt.

Sportlerinnen und Sportler aus Quedlinburg in Sachsen Anhalt und aus Hannover hatten dabei den weitesten Anreiseweg zurückgelegt.

BJJ (Brazilian Jiu Jitsu) war das Hauptthema für die unter 15-Jährigen. Frank Burczynski begann in der gewohnt lockeren Art mit einem Stand-/Bodenübergang (Take Down) und anschließender Kontrolltechnik (Guard Position). Aus dieser Kontrolltechnik galt es, sich in der Folge zu befreien, so dass sich im weiteren Trainingsverlauf ein Bewegungsdrill entwickelte. In der fortschreitenden Zeit kam noch ein zweiter Drill hinzu, der damit auch fortgeschrittene Jugendliche überaus forderte. Die Zeit verging wie im Flug und der anschließende Beifall zeugte von der Zufriedenheit der jungen Ju Jutsuka.

Anschließend waren die Erwachsenen an der Reihe - hier gliederte sich das Programm in zwei Schwerpunkte: Als erstes JKD (Jeet Kune Do), danach folgte wie schon zuvor, eine Einheit BJJ. Die erste Einheit JKD begann mit der Detailarbeit am Fauststoß. Diese Technik wurde in seine Bestandteile zerlegt und einzeln trainiert, um dann das Gesamtergebnis in Dynamik und Schnelligkeit zu üben. Auch für hohe Danträger eine gern gesehene Einheit.

Danach folgte die „Bodenarbeit“ (BJJ) und auch hier begann der Referent mit seinem, im Kampf erprobten Lieblings-Take-Down: der Verteidiger steht vor dem Angreifer und hat mit einer Hand den Kragen (Revers) fixiert, danach setzt sich der Verteidiger dicht an seine Ferse und hakt beide Füße hinter die Beine des Angreifers ein, um ihn dann umzuschubsen.    

Im weiteren Verlauf der Trainingseinheit wurden noch diverse Festhaltetechniken und die dazugehörige Befreiungstechnik geübt, auch eine spezielle Würgetechnik des Referenten wurde gezeigt. Technikwünsche der Anwesenden waren Ausdruck für das große Interesse an diesem Thema, um dann zum Abschluss die „verdiente“ Einheit, „Bodenrandori“ (Rollen im BJJ) zu absolvieren.                        

Am Ende traten alle erschöpft und mit vielen neuen Ideen für das eigene Training den Heimweg an. Wer noch Reserven hatte, konnte beim Mattenabbau helfen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die viel Lob von den Sportlerinnen und Sportlern bekam – eine Wiederholung wird dringend gewünscht.

 

Medienteam NJJV

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